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Piega Premium 50.2 mit Schwäche im Mitteltonbereich? Alternative?!

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    Piega Premium 50.2 mit Schwäche im Mitteltonbereich? Alternative?!

    Hallo! Bin neu hier und habe gleich mal eine Frage auf der Suche nach DEM Lautsprecherpaar für meinen Raum:

    Vor ein paar Wochen hatte ich die Möglichkeit, eine Piega Premium 50.2 in einem Hörraum zu hören und unter anderem mit einer T+A TCD310 S zu vergleichen. Bei Paare hingen dabei an einer T+A Kombination aus Music Player balanced und Power Plant balanced.

    Ich möchte zunächst mal meinen Eindruck kurz schildern, bevor ich zur Frage komme:

    Gehört habe ich also ein Holz- gegen einen reinen Alu-Lautsprecher. Hörraum leider etwas klein. Maximal 2,5 Meter Abstand zwischen den Lautsprechern und dem Hörplatz selber. Aber OK.

    Was soll ich sagen: Die Piega ist einfach fantastisch im Hochtonbereich, wie es auch schon überall zu lesen ist. Dieses Bändchen ist der Hit. Insbesondere bei Klassik und Jazz einfach toll, was die Auflösung an geht. Eigentlich ziemlich T+A-like analytisch. Eine runden, weichen und warmen Bass, der nach unten das System perfekt abrundet. Was für ein Klang. Die Höhen aber auch sehr gut zu orten. Man merkt, wo das Band sitzt. Stört bei manchen Passagen einwenig. Vielleicht aber auch dem kurzen Hörabstand anzulasten.

    Die TCD 310 S bei den ersten Stücken dagegen insgesamt sehr ausgewogen. Einen Ticken runder vom Gesamtbild her. Die Musik mehr im Raum. Weniger am Lautsprecher klebend. Wobei die Piega das auch kann. Dort hat man aber den Eindruck, als würde das Volumen durch eine Art leichten Hall erzeugt. Der aber sicherlich nicht vorhanden ist. Vielleicht kommt der Eindruck daher, dass der Piega konstruktionsbedingt die Mitten einwenig fehlen, wo wiederum die TCD perfekt mitspielt. War zugleich das, was mich am meisten irritiert hat, dass hier bei der Piega die Mitten ´schwächeln´.

    Beeindruckend bleibt bei der TCD 310 S der sehr präzise und knackige Bass, der bei der Piega eher etwas weicher und weniger druckvoll daher kommt. Wobei sie definitiv keinen Bassmangel hat gegenüber der TCD.

    Zwei tolle Lautsprecher, die man unbedingt mal gegeneinander hören sollte. Kann ich nur empfehlen.

    Bei Dire Straits´ "Money for nothing" verlor die Piega dann ganz klar gegen die Dynamik und die Power der TCD. Da wollte bei der Piega irgendwie gar keine breite Bühne und gar kein Druck nach Vorne aufkommen.

    Nun aber meine Frage:

    Täuscht es mich oder hat die Premium 50.2 tatsächlich im mittleren Bereich ihre Schwächen und wenn ja, was wäre dann die Alternative? Laut Angabe des Händlers (der das genau so empfunden hat) soll eine Piega Coax 70.2 bei fast identischen Chassis das durch das andere Band ausgleichen. Allerdings zu einem doch recht stolzen Preis von über € 10.000,- das Paar. Die Premium 50.2 liegt ja schon deutlich über der TCD310 S, welche ich bei meinem Test als Vergleichpartner ausgesucht hatte, weil sie mich vorab in vielen Punkten begeisterte. Die Premium 50.2 kam erst zu einem späteren Zeitpunkt auf den Plan.

    Leider war es mir nicht möglich, dass vor Ort zu klären, da eine Coax 70.2 nicht zur Verfügung stand.

    Dachte, ich würde etwas schlauer zurück kehren. Bin es aber noch nicht.

    Wie seht Ihr das?

    Gruß.


    Micha

    #2
    Ach und noch eine Überlegung:

    Die Piega Premium 50.2 wird es sicher nicht aus oben benanntem Grund der Schwäche im Mitteltonbereich.
    Zumindest subjektiv.
    Aber das ist ja auch entscheidend.

    Die Coax 70.2 ist mir doch etwas sehr kostenintensiv, um es mal vorsichtig auszudrücken.
    Zudem konnte ich sie bisher nicht mal hören. Will ich aber auch gar nicht :-)


    Wäre die Coax 30.2 da gegebenenfalls DIE Alternative?

    Wie ist der Bassbereich bei der gegenüber einer 50.2 oder 70.2 einzuschätzen?Raumgröße übrigens bei mir über 30qm und weit offen mit Galerie.
    Zudem viele Glasflächen und Parkett.

    Kommentar


      #3
      Herzlich willkommen im Piega-Forum.

      Du hast natürlich recht und es ist auch die richtige Einstellung, dass Hörerlebnisse und die daraus folgenden Überlegungen subjektiv sind.

      Aber ein paar kleine Anmerkungen...

      Der Basisabstand der LS betrug ~2,5 Meter, ebenso war der Hörabstand. Also das klassische Dreieck. Die Erfahrungen der meisten PIEGA-Nutzer und auch die Herstellerempfehlung gehen von einem Längen-/Breitenverhältnis von 1:1,5 aus. Das heißt, du warst für die PIEGA zu dicht d'ran. Im Ergebnis sind Einbußen in der räumlichen Abbildung zu befürchten.

      Die Darstellung der Mitten. Ich hab' da immer so ein paar Fragezeichen auf der Stirn, was damit genau gemeint ist. Geht's eher um den Bereich rund um die Stimmenwiedergabe oder darüber?

      Im Kern wird dieser Bereich von den beiden dynamischen Chassis übertragen und zwar recht linear. In Sachen Tonalität - also dem ausgewogenen Frequenzgang - wird's zu den Coaxen kaum Unterschiede geben. Es ist eher die Art und Weise wie die Musik oder die Stimme bei den Coax-Modellen reproduziert wird. Transparenter, leichtfüßiger, detaillierter...

      Natürlich erzeugt eine 50.2 keinen noch so leichten Hall (oder ähnlichen Effekt), das kann kein passiver LS. Ein "verschmiertes" Signal auf Grund zitternder Gehäuse kann bei den xx.2 ausgeschlossen werden. Es könnte aber sein, dass die 50.2 eine Detailinformation der Aufnahme zeigte.

      Bis auf das "Geschreibsel" rund ums Thema Hochbit-Aufnahmen* deckt sich dieser Test der 50.2 im Wesentlichen auch mit meinen Hörerfahrungen:



      Aber zu deiner Frage mit der30er.

      Ich persönlich finde, dass die 30er eines der interessantesten Angebote bei PIEGA ist, neben der 90.2. Die 30er ist relativ klein, ziemlich wohnraumkompatibel, optisch sehr elegant und klanglich viel größer als sie optisch wirkt.

      Sie hat im Tiefbass nicht den Punch der 70.2, ab Grundton bis nach ganz oben nehmen sie sich aber nichts.

      Ob's am Ende aber gefällt - oder nicht - das ist eben immer die ganz persönliche Entscheidung.


      *Die klaren und überdeutlichen Klangunterschiede zwischen HighRes und CD-Format konnte ich (zumindest am MasterOne) noch nicht nachvollziehen. Ganz im Gegenteil. Vor ein paar Tagen hatte ich mal wieder in eine Hochbit-Aufnahme reingeguckt und kam zum Schluss, dass es hier ähnlich wie bei Pferdefleisch-Lasagne oder aktuell den Bio-Eiern ist.
      Zuletzt geändert von nk; 26.02.2013, 09:34.
      Norbert,
      der NUR den eigenen Ohren vertraut

      Kommentar


        #4
        Danke für Dein Posting, Norbert!

        War etwas missverständlich ausgedrückt vielleicht.
        Der Abstand der Piegas voneinander war ca. 180 cm. Hörabstand 250 cm +/-.

        Du hast Recht, es ist immer etwas schwierig, über Klang zu schreiben und auch nachvollziehbar ´rüber zu bringen, was man genau meint. Du fragtest konsequenterweise, was genau mit der Darstellung der Mitten gemeint ist. Habe mich beim Schreiben auch gefragt, wie man das am besten formuieren könnte. Ich will es mal so versuchen: Die T+A TCD310S hatten ein sehr ausgewogenes Klangbild. Einen satten und direkten Bass. Dabei einen klaren und sehr sauberen Hochtonnbereich. Das ganze vollkommen unangestrengt und auch über längere Zeit gut hörbar. Bei der Piega Premium hatte ich den Eindruck, dass hier das ´Fließende´ in den Übergängen etwas gefehlt hat. Auch, wenn der Vergleich natürlich absolut hängt, kam es mir da einwenig so vor, wie bei einem Subwoofer mit angeschlossenen Brüllwürfeln. Ich schreibe das jetzt extra mal so überspitzt, damit vielleicht klar wird, was ich meine. Also satter Bass und sehr klare und detailreiche Höhen. Dazwischen aber leider deutlich weniger, als bei der TCD310S. So war längeres Zuhören bei der Piega (und auch spielen lassen im Hintergrund) immer eher anstrengend, weil nicht so rund. Vielleicht verdeutlicht das etwas meinen Eindruck von dem Tag.

        Verkäuferseitig kam dann der Hinweis auf die Piega Coax 70.2, wo der Mittelbereich besser dargestellt sei. Kann das nur so wiedergeben, weil ich leider keine Möglichkeit hatte bisher, mir eine Coax 70.2 oder auch 30.2 anzuhören. Finde mal einen Händler, der sich gleich diverse große Lautsprecher in der Preisklasse hinstellt :-(

        Gestern bin ich dann hier im Forum noch im 50.2-Thread über folgende Aussage gestolpert:
        "Das die Premium 50.2 gegenüber den Koaxen besonders im Mittelton an Boden verliert, ist ja nun anhand der Bestückung recht leicht nachzuvollziehen."
        Also doch auch eine Frage C2 Koaxial Bändchen der Piega Coax versus LDR 2642 MKII Bändchen der Piega Premium?! Oder wie oder was?! Wo sonst liegt der Unterschied zwischen der Piega Premium 50.2 und der Coax 70.2?! Finde da leider auf der Homepage nichts dazu.

        Ich sage es mal ganz klar: Mir ist das für eine Coax 70.2 zu viel Geld. Eine Premium 50.2 wäre noch in der Budgetplanung d´rin. Überzeugte mich aber eben (wie oben dargestellt) nicht zu 100%. Die Coax 30.2 könnte noch eine tatsächliche Überlegung wert sein. Darf natürlich im Bassbereich gegenüber einer Premium 50.2 wiederum nicht passen müssen :-(

        Kommentar


          #5
          Da gibts eigentlich nur eins:

          Probehören der T+A gegen die Coax 30.2.
          Am Besten zu Hause in den eigen vier Wänden.

          Zu den Piegas an sich:
          Die Premium 50.2 und die Coax 30.2 sind eigentlich nicht vergleichbar.

          Die Premium 50.2 hat ein über die Jahre verbessertes und nun in der LDR 2642 MKII-Version vorliegendes Hochtonbändchen.
          Darunter arbeiten die 18er Mom-Bässe im Mitten-und Bassbereich.
          Die Premium 50.2 ist ein sog. 2,5-Wege-Lautsprecher.
          Hochton = Bändchen
          Mittelton = oberes 18er-Chassis
          Tiefton = beider 18er- Chassis

          Im Vergleich dazu hat die Coax 30.2 ein weltweit einzigartiges Koaxiales Bändchensystem für den Hoch- und den Mittenbereich.
          Die 15er Bässe arbeiten hier rein für den Bass ab ca 300-400hz.
          Die Coax 30.2 ist ein sog. 3-Wege-Lautsprecher
          Hochton = Bändchen
          Mittelton = Bändchen
          Tiefton = beide 15er- Chassis

          Durch das Koaxiale-Bändchensystem ist die Coax 30.2 der Premium 50.2 im Hochton- sowie Mittentonbereich weit überlegen, was Auflösung und Detailtreue angeht.
          Die Coax 30.2 spielt hier auf absolutem Referenzniveau.
          Der "Nachteil" der Coax 30.2 ist die unscheinbare Optik und der nicht so tiefreichende Bass.
          Diesen kann man aber leicht durch einen Sub ergänzen, falls hier Bedarf besteht.

          Gruß
          Patrick

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            #6
            Von einem Subwoofer möchte ich aber gerade weg.
            Wäre dann eher ein Nogo für eine Coax 30.2.

            Sprechen wir hier durchaus auch von einem Bassbereich, der bei Musik zur Geltung kommt oder eher von den Tiefbässen bei Surroundton?

            Du würdest als sagen, dass die Coax 30.2 der Premium 50.2 klanglich deutlich überlegen ist.
            Dann müsste ich schauen, wie die Bass-mäßig in meinem Raum aufspielt.

            Und klar, man müsste sie gegen den bisherigen Favoriten (die TCD von T+A) daheim hören.

            Problem ist aber eine Piega Coax 30.2 auch für so eine Aktion zu bekommen. Und die sollte dann ja auch schon kräftig eingespielt sein oder zumindest dann hier mal locker 100-150 Stunden laufen, ehe man sich dazu ein Urteil bilden kann. Nicht ganz einfach. In einer Großstadt wäre es wahrscheinlich leichter. Hier tendiert die Händlerdichte für Piegas gegen null.


            Die Information, dass bei der Premium 50.2 das obere 18er Chassis für den Mitteltonbereich zuständig ist, war mir neu. Findet man solche Informationen irgendwo zum Nachlesen? Bin auf der Homepage da nicht wirklich fündig geworden. Dort steht bei der Premium 50.2 etwas von 2x 18cm MOM-Bass. Aber eben nichts von Mitteltöner.
            Zuletzt geändert von Bananenkrümmer; 26.02.2013, 11:31.

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              #7
              Nachdem ich das jetzt schon eine Weile mitlese, ein paar Anregungen.

              Als erstes Teile ich Norberts Einschätzung, dass die 50.2 bei korrekter Aufstellung ein sehr linearer und ausgewogener Lautsprecher ist. Schwächen im Mitten- und Hochtonbereich betreffen eventuell die Impulstreue (Schnelligkeit) und ähnliches, aber eher nicht die Tonalität bzw. "fehlende" Mitten.

              Was die 50.2 mit allen anderen Piegas gemein hat ist, dass sie relativ deutlich Schwächen der Kette und der Aufnahmen aufdeckt und damit auch schonmal schonungslos bis lästig sein kann.

              Ich kenne die T+A TCD nicht, aber kann es eventuell sein, dass dieser Lautsprecher eine sehr ausgeprägte Klangsignatur mit Mittenbetonung und/oder eine etwas schmeichlerische (schönfärbende) Charakteristik hat, die Dir einfach besser gefällt und die Du dann bei der Piega vermisst?

              Die Koaxmodelle spielen impulstreuer und mit höherer Auflösung als die kleinen Piegas. Von der Grundcharakteristik ähneln sich die Piegalautsprecher aber trotzdem.

              Die 50.2, nach meinen persönlichen Erfahrungen, ist etwas spritziger und klingt anspringender, insbesondere mit Rock- und Popaufnahmen. Die vergleichbare 70.2 ist dagegen noch einen Tick neutraler, ausgeglichener und runder im Klang, bei deutlich mehr Impulstreue und Auflösung, was man dann insbesondere bei natürlichen Aufnahmen, Jazz und Klassik hört.
              Das hat bei meinem letzten Hörtermin mit den beiden Lautsprechern dazu geführt, dass es zwei geteilte Lager gab und sowohl die 50.2 als auch die 70.2 ihre Fans hatte.
              Viele Grüße,
              Sven

              Ein Leben ohne Piega und Accuphase ist möglich aber sinnlos. (Frei nach Loriot)

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                #8
                Zitat von Aurumer Beitrag anzeigen
                Ich kenne die T+A TCD nicht, aber kann es eventuell sein, dass dieser Lautsprecher eine sehr ausgeprägte Klangsignatur mit Mittenbetonung und/oder eine etwas schmeichlerische (schönfärbende) Charakteristik hat, die Dir einfach besser gefällt und die Du dann bei der Piega vermisst?
                Nein, eher nicht. So würde ich eher noch eine Dynaudio Focus einordnen, die ich ebenfalls getestet habe im Vorfeld.
                Es ist aber durchaus denkbar, dass die sehr detailreichen Höhen der Piega hier das Bild auseinanderziehen und den Eindruck vermitteln als fehle im Mitteltonbereich etwas.

                Nicht ausschließen kann ich auch, dass die Piegas noch nicht voll eingespielt waren und deshalb vielleicht etwas anstrengender waren?!

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                  #9
                  Wenn die Lautsprecher nicht eingespielt sind, haben sie durchaus eine gewisse Schärfe im Hochton und sind insgesamt nicht ganz harmonisch.
                  Das Einspielen dauert auch sehr lange, mit ein paar Stunden ist es da nicht getan.

                  Aufstellung und Einwinkelung spielen bei den Piegas auch eine sehr große Rolle und für die volle Leistungsfähigkeit muss man auch dafür Mühe und Zeit investieren.
                  Viele Grüße,
                  Sven

                  Ein Leben ohne Piega und Accuphase ist möglich aber sinnlos. (Frei nach Loriot)

                  Kommentar


                    #10
                    was mir halt wichig erscheint:
                    1) Wenn die T+A und die Piega am gleichen Platz gestanden haben, dann stand mindestens eine von beiden nicht optimal.
                    2) Gerade den Bassbereich sollte man ausschließlich zuhause beurteilen. Über die Wiedergabe der oberen Frequenzbereiche kann das Probehören im Laden dagegen schon ein gutes Bild vermitteln.

                    Und noch etwas:
                    Es ist auch immer eine Frage von persönlichen Vorlieben!
                    Eine Turbodiesel-Fan wird mit einem Hochdrehzahlsauger wohl auch nicht glücklich werden - egal was für ein maschinenbauliches Meisterstück da unter der Haube steckt.

                    Also bleibt nur:
                    zuhause testen - so aufwändig das auch sein mag...

                    Kommentar


                      #11
                      Hallo Micha,

                      aha, jetzt wird's klarer.

                      Ok, dann kann natürlich die Anmerkung mit dem Hördreieck gestrichen werden.

                      Ich hab die T&A auch noch nicht gehört. Aber was mich so ein bisschen wundert ist, dass der Wirkungsgrad der beiden Speaker doch ziemlich unterschiedlich ist. So wird die T&A mit 87 dB/W/m und die 50.2 mit 92 dB/W/m angegeben. Das ist eine Menge Holz.

                      Der Wirkungsgrad an sich spielt bei der klanglichen Beurteilung im Heimgebrauch so gut wie keine Rolle. Aber er spielt eine ganz wesentliche Rolle bei der Vorführung. Denn "lauter ist besser".

                      Wie erfolgte an der Stelle der unbedingt erforderliche Pegelabgleich? Wenn ich schon laute Pegel fahre, kann ein leiseres System durchaus noch angenehm sein, während der Vergleichskandidat schon an Grenzen stößt. Siehe die Dire Straits...

                      Ich hab schon einige PIEGA im direkten Vergleich im großen PIEGA-Hörraum gehört. Wer es noch nie mitgemacht hat, kann kaum erahnen, wie ein unterschiedlicher Pegel das Gesamtergebnis beinflussen kann. Spielen die Vergleichsgeräte (egal, ob Verstärker, DAC oder sonstwas) mit identischem Pegel, werden so manche Träume zerstört. Hier kommt es wirklich auf 1 dB an!

                      "2- Weger, 3-Weger, 2,5-Weger"

                      Die 50.2 ist ein typischer 2,5 Weger. Die beiden dynamischen Chassis arbeiten nicht über den gesamten Frequenzbereich parallel. Beide beginnen am untersten Ende gemeinsam, einer der beiden steigt aber früher aus (irgendwo bei 150 Hz). Oberhalb von ~150 Hz arbeitet dann nur einer der beiden.

                      Beim "klassischen 3-Weger" (wie z. B. die 70er) arbeiten beide dynamischen Chassis über den gesamten Arbeitsbereich parallel und übergeben dann an die Mitteltonfolie.

                      Warum jetzt die 70er und die 50er "im Bass" unterschiedliche Konstruktionsansätze haben, kann ich jetzt auch nur vermuten. Es macht natürlich schon einen gewaltigen Unterschied, ob ein Bass-Chassis nur bis ~600 Hz (im Coax) oder bis 3000 Hz (LDR) arbeiten muss. Denn dann spielen plötzlich Bündelungsverhalten, Interferrenzen usw. der Chassis eine riesige Rolle, so dass sich die beiden Bass-Mitteltöner negativ beeinflussen könnten. Aber wie gesagt, Vermutung.

                      Im Kern ist das eigentlich unwichtig (jedenfalls für uns Endverbraucher). Kurt und Daniel (als Entwickler) sind bemüht, den Amplitudengang möglichst linear zu halten. Und ab ca. 500 Hz ziehen eigentlich alle Folien bei PIEGA im Amplitudengang einen geraden Strich auf's Messblatt. Daher ist eigentlich eine "Unterbelichtung" des Mitteltonbereiches (Stimmen usw.) eher nicht das Problem. Sven hat das auch sehr schön beschrieben.

                      Aber man muss auch einfach anerkennen, wenn einer sagt "gefällt nicht". Ist eben so. Deswegen gibt's ja auch Dynaudio-, B&W-, Canton-, Klipsch- und sogar Bose-Fans.



                      Ooooh seid ihr böse, eine Dynaudio als "Schönfärber" zu bezeichnen. Obwohl.....
                      Norbert,
                      der NUR den eigenen Ohren vertraut

                      Kommentar


                        #12
                        Zitat von Aurumer Beitrag anzeigen
                        Wenn die Lautsprecher nicht eingespielt sind, haben sie durchaus eine gewisse Schärfe im Hochton und sind insgesamt nicht ganz harmonisch. Das Einspielen dauert auch sehr lange, mit ein paar Stunden ist es da nicht getan.
                        Das macht mir momentan am meisten Bauchschmerzen, weil wohl kaum ein Händler die Lautsprecher auspakt und erstmal mindest(!) 100 Stunden mit entsprechender Lautstärke laufen lässt. Diese Unsicherheit besteht also grundsätzlich mal, wenn man einen solchen Vergleich anstrebt. Kann man erst daheim als gewährleistet ansehen, wenn man selber die Zeit investiert hat. Macht eine primäre Beurteilung im Hörraum eines Händlers aber zum Glücksspiel.

                        Zitat von Aurumer Beitrag anzeigen
                        Aufstellung und Einwinkelung spielen bei den Piegas auch eine sehr große Rolle und für die volle Leistungsfähigkeit muss man auch dafür Mühe und Zeit investieren.
                        Keine Frage. Gilt aber ja nicht nur für die Piegas. Dazu ist man ja auch durchaus bereit, wenn man einen solchen Geldbetrag auf den Tisch legt. Dafür muss man aber erstmal eine enge Auswahl aus vielleicht 2 Lautsprechern haben, die man dann zuhause in aller Ruhe positioniert und hört.

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                          #13
                          Zitat von Nürnberger Beitrag anzeigen
                          1) Wenn die T+A und die Piega am gleichen Platz gestanden haben, dann stand mindestens eine von beiden nicht optimal.
                          Sie haben zumindest mal so gestanden, dass nicht ein paar innen und eines außen gestanden hat. Also im selben Abstand pro Paar. Exakte Faktoren sind auch daheim schwierig zu realisieren. Also da sollte der Lautsprecher schon ein paar Zentimeter verzeihen können, ohne dass er gleich unbrauchbar wird oder deutlich verliert ;-)
                          Zitat von Nürnberger Beitrag anzeigen
                          2) Gerade den Bassbereich sollte man ausschließlich zuhause beurteilen. Über die Wiedergabe der oberen Frequenzbereiche kann das Probehören im Laden dagegen schon ein gutes Bild vermitteln.
                          Sowieso. Aber um soweit zu kommen, dass man sich 1-2 Paar mal daheim aufstellt, muss man halt eine grundsätzliche Vorauswahl treffen. Bei der ist mir dann dieser "Mittelton-Verlust" aufgefallen und auch dieses etwas Anstrengende bei längerem Hören. Wie gesagt: Ich schließe nicht aus, dass die Einspielzeit noch nicht erreicht war.
                          Zitat von Nürnberger Beitrag anzeigen
                          Es ist auch immer eine Frage von persönlichen Vorlieben!
                          Das ist ja eh keine Frage. Und ich scheue keinen Aufwand daheim, wenn ich erstmal zwei potentielle Kandidaten hätte.

                          Könnte natürlich trotz der Erfahrung im Hörraum der Premium 50.2 daheim eine Chance geben?! Lieber wäre mir aber, beim Händler mal eine Coax 70.2 oder 30.2 gegenhören zu können, weil das die Sache einschränken würde und nicht wieder eine Unsicherheit am Ende bleibt.

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von nk Beitrag anzeigen
                            Wie erfolgte an der Stelle der unbedingt erforderliche Pegelabgleich? Wenn ich schon laute Pegel fahre, kann ein leiseres System durchaus noch angenehm sein, während der Vergleichskandidat schon an Grenzen stößt. Siehe die Dire Straits...
                            Habe ich per Hand herunter geregelt, weil mir das auch beim Hören aufgefallen ist. Habe auch beide Lautsprecher in unterschiedlichen Lautstärken gehört. Die grundsätzliche Beobachtung blieb.
                            Zitat von nk Beitrag anzeigen
                            Aber man muss auch einfach anerkennen, wenn einer sagt "gefällt nicht". Ist eben so. Deswegen gibt's ja auch Dynaudio-, B&W-, Canton-, Klipsch- und sogar Bose-Fans.
                            Ist ja nicht mal so, dass ich das sagen würde. Im direkten Vergleich mit der T+A TCD310S fiel mir halt nur ein gewisses Gap auf und dass die T+A bei fast noch etwas präziserem oder direkterem Bass etwas ´gefälliger´ aufspielte, was hier positiv gemeint ist. Dass die T+A kein weichbügler ist, sollte aus meiner einleitenden Beschreibung klar geworden sein.

                            Zitat von nk Beitrag anzeigen
                            Ooooh seid ihr böse, eine Dynaudio als "Schönfärber" zu bezeichnen. Obwohl.....
                            Um die Lanze zu brechen, die ich geworfen habe: Nein, Dynaudio sind (insbesondere die großen Focus) ganz großes Kino. Aber im Vergleich zu einer T+A TCD310S - die ich daneben hatte bei einem anderen Termin - eben zurückhaltender, was die Dynamik angeht. Klarer Verlierer im Detailreichtum bei den Höhen und in der Präzision des Basses. In meinen Ohren wohl gemerkt. Dynaudio erwähnte ich nur, um klar zu machen, dass die T+A mit Sicherheit kein Schönfärber ist, wie es vermutet wurde ;-)
                            Zuletzt geändert von Bananenkrümmer; 26.02.2013, 13:45.

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                              #15
                              Ich hab mal zu einer Dynaudio eine Umschreibung in einer Zeitung! gelesen: "beruhigende Dynamik". Herrlich
                              Norbert,
                              der NUR den eigenen Ohren vertraut

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