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Ehrlicher Lautsprecher - ein Manko???

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    Ehrlicher Lautsprecher - ein Manko???

    Hallo Leute,

    hat jetzt jetzt nicht direkt mit Piega zu tun, obwohl insbesondere die Koax-Modelle ebenfalls in diese Kategorie fallen.

    In der neuen Audio, Heft 9/07 wird die große KEF (Seite 8 - 13) getestet. Im Steckbrief werden dann kurz die Vor- und Nachteile aufgezählt.

    Als Nachteil wird ihr angerechnet (Zitat): "Gnadenlos ehrlich"


    Einer der teilnehmenden Leser bescheinigte dem Vergleichs-LS B&W 801, dass dieser Fehler eher verzeiht. Nun, das ist zur 801 auch meine Einstellung. Nur nix "falsch" machen. Schließlich will man "Everybodys Darling" sein.

    Aber kann/darf/soll ein LS Fehler verdecken? Ich meine nein. Ein LS soll genau das machen, was von ihm verlangt wird. Das Signal möglichst ohne "Eigeninterprtation" wiedergeben. Wenn eine Sängerin bei ihrem innbrünstig gesungenen Blues stark atmet, dann gehört das dazu (Mavis Staples - My Own Eyes). Fehler des Tontechnikers überspielen? Und wenn die (vielleicht) teure Elektronik Fehler hat, warum soll sich der LS-Hersteller darum kümmern. Soll ein LS all diese Fehler "verzeihen"?

    Einen habe ich jetzt wieder unter optimalen Bedingungen gehört, der diese Details nicht so "brutal" offen legte. Eher ein "Schöngeist" als "gnadenlos ehrlich"

    Wie denkt ihr darüber?
    Ich liebe diese Präzisionsmaschinen!
    Norbert,
    der NUR den eigenen Ohren vertraut

    #2
    hi norbert

    hin und wieder ist es schon ernüchternd, was die piegas aus einer cd machen...

    aber bei wirklich guten silberscheibchen möchte ich die unverfälschte unbeschönte musik mit allen emotionen geniessen können...

    für mich also nicht nachvollziehbar, weshalb "gnadenlos ehrlich" als nachteil aufgeführt wird...
    aber der grossteil der lautsprecherkäufer werden wohl keine ahnung haben, welche unterschiede zwischen einem "alles schön" lautsprecher und einem "pingelig exakten" lautsprecher liegen... den meisten ist es eh egal... da würde auch ein brüllwürfel aus dem mediamarkt reichen, aber da ist dann zuwenig prestige dabei...

    gruss andy
    werde mit aktiven Piega C8 Ltd und einem "P Sub 1 Mk2" verwöhnt...

    Kommentar


      #3
      hallo norbert

      ich denke, wie bei vielen dingen ist es eine frage der betrachtungsweise. für gewisse hörer wird eine äusserst präzise wiedergabe jedes atemzuges oder jedes kratzen als "nervig" empfunden. genau dies liebe ich an meinen soeben erworbenen piegas. man kann sich bei geschlossen augen förmlich vorstellen, wie die haut der finger an den saiten "kratzt", wie "spitz" und glastrocken die snare-drum tönt ...

      ist wie im realen leben .. alle sagen, ehrlichkeit zu lieben, wenn sie's aber mal haben .. na ja, dann ist auch nicht mehr gut -- :-P

      gruss

      yves-alain

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        #4
        in dieser Preisklasse will ich ein möglichst originale Wiedergabe - um es irgendwie zu verändern reicht auch weniger Budget...

        Ist aber wie bei Sportwagen:
        alle wollen super sportlich unterwegs sein, aber bitte nicht zu hart und bitte narrensicher.

        so auch bei den Lautsprechern:
        bitte super ehrlich, aber auch die schlecht aufgenommenen CDs sollen smooth wiedergegeben werden...

        Ciao; Harald

        Kommentar


          #5
          Hallo Jungs,

          nun ist das Piega-Forum dafür wahrscheinlich sowieso nicht der richtige Ort, da "wir" ja ganz offensichtlich diese akustischen Lupen mögen.


          Ein Forumsmitglied kam mal zu mir, "C40 hören". Er war Piega-Neuling und und hatte vorher irgendwas englisches (nein, keine B&W). Wir legten seine perfekt aufgenommene Klassik-CD auf und das Grauen begann. Ich zuckte in Anbetracht der "Qualität" sofort zusammen. Sein Kommentar sinngemäß war, dass die C40 vielleicht etwas überbewertet ist und es kamen Zweifel auf, ob seine Entscheidung für Piega richtig war. Da ich diese Reaktion schon kenne, legte ich mal ein paar Scheiben aus meinem Bestand auf. Es wurde eine Marathonsitzung, mit der grausamen Erkenntnis, dass akustische Lupen richtig Spaß machen können, wenn das Musik-Material fehlerfrei ist.


          In einer Accuphase-Vorführung wurde ein bekannter, hochgelobter und vielverkaufter LS eingesetzt. Ich brachte ein paar Aufnahmen mit, u. a. Joy Denalane - "Geh jetzt" von ihrem Live-Album. Mein HiFi-Kumpel Peter und ich hatten die Aufnahme kurz vorher bei mir gehört und wie üblich standen die Härchen auf dem Unterarm. Gänsehaut pur.

          Nix davon auf dem Verkaufsschalger und Presseliebling. "Ist das langweilig" kam sogar und damit war die Musik gemeint. Am Ende des Titels setzt dann der Applaus ein und dann sagte einer: "ach, das war eine Liveaufnahme?". Er selbst besitzt diesen LS und war dann der Meinung, dass wohl die C40 Informationen reinmogelt, die im Original nicht vorhanden sind. Der meinte das ernst. Auf die Idee, dass sein LS evtl. Informationen weglässt, musste ich ihn erst bringen.


          Daraus ergeben sich aber ein Menge Fragen, zum Beispiel:

          Sind dann allgemeine Diskussionen über "klangverbesserndes" Zubehör, nicht einfach lächerlich? Insbesondere von Nutzern der "Weichspüler-LS". Wenn diese LS sowieso Fehler "gnädig verzeihen", können sie doch die evtl. vorhandenen Unterschiede (die in der Regel sowieso, wenn überhaupt, nur marginal sind), kaum differenzieren.

          Also, was soll dieses Gerede von Medien und einigen Händlern, wenn sowieso "gesoundete Gleichmacherei" von einigen HiFi-Kennern bevorzugt wird?

          "Gnadenlos ehrlich"....wäre schön, wenn sich das einige HiFi-Firmen auf die Fahne schreiben könnten. Aber ganz offensichtlich wird das schon als Nachteil empfunden, sogar bei den HiFi-Zeitschriften.
          Zuletzt geändert von nk; 18.08.2007, 07:36.
          Norbert,
          der NUR den eigenen Ohren vertraut

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