Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Kirchenbeschallung

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Kirchenbeschallung

    Hallo zusammen

    es liess sich am vergangenen Wochenende nur schlecht vermeiden an eine Hochzeit eingeladen zu werden... der 7.7.07 scheint eine gnadenlose Anziehungskraft zu haben...

    nun zum Thema: beim obligatorischen Gottesdienst ist mir wieder einmal aufgefallen, wie mies die Beschallungen von Kirchen jeweils sind... habe ich nun immer wieder Pech und sitze in schlecht beschallten Kirchen, oder habt ihr auch ähnliche Erfahrungen diesbezüglich gemacht ?

    Zischlaute bis zum Abwinken und ein allgemein übles Klangbild... noch dazu spricht der Meister der Kirche natürlich vorne am Altar, und der Lautsprecher hängt 5 Meter über dem ersten Sitzbank... da passt dann jeweils nicht mehr viel zusammen (vor allem, wenn man weit vorne und ziemlich aussen sitzt), noch dazu sind die Lautsprecher selbst von eher magerer Qualität... irgendwie scheint mir da kaum jemand ein wenig Wert auf Akkustik zu legen...
    Bin ich nun einfach dermassen anspruchsvoll geworden, oder ist dies einfach die Realität oder geht es wirklich nicht besser ???

    in diesem Sinne... :(

    Gruss Andy
    Zuletzt geändert von andy_; 09.07.2007, 11:18. Grund: Rechtschreibung und Ergänzung
    werde mit aktiven Piega C8 Ltd und einem "P Sub 1 Mk2" verwöhnt...

    #2
    Tja

    Ich mache jede Weihnachten die Tontechnik in der grössten Kirche Österreichs in Wien. Wir haben jeweils 1500 Zuschauer bei unseren Konzerten. Ich setze 7 Delay-Lines. Also alle 10 Meter ein Paar LS direkt über den Köpfen der Zuhörer. Die LS bündeln den Schall ziemlich stark, damit ich nicht zuviel Indirektschall und Hall bekomme. Nur mit vielen Delay Lines kann ich dem Publikum einen hohen Anteil an Direktschall geben, der den Indirektschall übertönen muss. An allen Positionen wo dies nicht gelingt, machen Laufzeiten von 6, 7 Sekunden alles kaputt. Bei einer Raumhöhe von 40 Metern und einer Länge von "was weiss ich" wievielen Metern ist es unmöglich den Raum akkustisch zu präparieren. Den Aufwand könnte man mit keinem Konzert wieder reinspielen.
    Es gibt nichts schwierigeres als Kirchen. Punkt.
    etch siehts oft von der anderen seite!

    Kommentar


      #3
      Zitat von etch Beitrag anzeigen
      Es gibt nichts schwierigeres als Kirchen. Punkt.
      hi etch

      na das dachte ich mir schon auch... sind schliesslich viele harte wände in einer kirche, die alles reflektieren... und zusätzlich auch ein enormes volumen...
      wobei es mir nur darum ging, dass die stimme des pfarrers verstärkt werde muss... da frage ich mich jeweis, wie das früher war - sprach der pfarrer lauter, hörten die leute besser, oder war einfach das elende getuschel nicht vorhanden, so dass der pfarrer auch leise "durchkam"
      (oder nahm man es als normal, dass die hintersten nicht allzu viel verstanden...)

      naja - ist mir einfach schräg reingekommen...

      gruss andy
      Zuletzt geändert von andy_; 09.07.2007, 12:07.
      werde mit aktiven Piega C8 Ltd und einem "P Sub 1 Mk2" verwöhnt...

      Kommentar


        #4
        In manchen Kathedralen oder riesigen Domanlagen ist es ja so: Du hörst Stimmen, aber siehst keinen (wie beim Telefonieren). Irgendwo steht dann jemand in der Ecke und unterhält sich mit einem anderen, der Schall fliegt aber ohne Dämpfung über Decken, Nischen, Rundungen usw solange durch die heiligen Hallen, dass er Dich irgendwann einfach treffen muss. Ortung unmöglich. Die alten Kirchenbauer erreichten damit in der verstärkerlosen Welt, dass der Pfarrer überall in der Kirche gehört wurde.

        Noch ein Trick aus alten Kirchentagen. Die ganz großen Kirchenorgeln gehen bis 16 Hz runter. Hört kein Mensch, auch wenn er noch so gläubig ist. Aber der Ton ist fühlbar. Und so schimpfte also der Pfarrer mit seiner Gemeinde und zu gleichen Zeit drückte der Organist diesen 16Hz-Ton. Bei den Beschimpften trat sofort ein beklemmndes, ängstliches Gefühl ein, so dass die armen Sünder an ziemlich starker Unterstützung von "ganz oben" oder dem Rufen von "ganz unten" glaubten. Da wr ein "Hintergrundgemurmel" während der Predigt undenkbar.
        Norbert,
        der NUR den eigenen Ohren vertraut

        Kommentar


          #5
          Zitat von nk Beitrag anzeigen
          auch wenn er noch so gläubig ist.
          ;-)


          Das ist ja eine tolle Geschichte mit den 16Hz. Das habe ich nicht gewusst.

          Hans

          Kommentar


            #6
            Zitat von nk Beitrag anzeigen
            In manchen Kathedralen oder riesigen Domanlagen ist es ja so: Du hörst Stimmen, aber siehst keinen (wie beim Telefonieren). Irgendwo steht dann jemand in der Ecke und unterhält sich mit einem anderen, der Schall fliegt aber ohne Dämpfung über Decken, Nischen, Rundungen usw solange durch die heiligen Hallen, dass er Dich irgendwann einfach treffen muss. Ortung unmöglich. Die alten Kirchenbauer erreichten damit in der verstärkerlosen Welt, dass der Pfarrer überall in der Kirche gehört wurde.

            Noch ein Trick aus alten Kirchentagen. Die ganz großen Kirchenorgeln gehen bis 16 Hz runter. Hört kein Mensch, auch wenn er noch so gläubig ist. Aber der Ton ist fühlbar. Und so schimpfte also der Pfarrer mit seiner Gemeinde und zu gleichen Zeit drückte der Organist diesen 16Hz-Ton. Bei den Beschimpften trat sofort ein beklemmndes, ängstliches Gefühl ein, so dass die armen Sünder an ziemlich starker Unterstützung von "ganz oben" oder dem Rufen von "ganz unten" glaubten. Da wr ein "Hintergrundgemurmel" während der Predigt undenkbar.

            hello zusammen

            das würde also auch ein wenig darauf deuten, dass die elende "billig mikrofon und mieser lautsprecher" - kombination gar nicht notwendig wäre...
            das wäre meinerseits auch wünschenswert... trotzdem ist der quäkiapparat in jeder kirche installiert...

            gruss andy
            werde mit aktiven Piega C8 Ltd und einem "P Sub 1 Mk2" verwöhnt...

            Kommentar


              #7
              Als ich auf einer Mopedtour durch Bayern war, schlurfte ich mal in einer der vielen Kirchen. Beim Betreten der Kirche stand der Pfarrer vorne am Altar und begrüßte usn freundlich. Ohne Mikro, ohne Verstärker, ohne LS. Entfernung ca. 30 Meter. Leicht diffus (der Klang), aber verständlich.
              Norbert,
              der NUR den eigenen Ohren vertraut

              Kommentar


                #8
                Ich hab bei meiner Hochzeit die Kirche mit der 'alten' P10 am Accuphase E-211 beschallt - und sonst nix. Das war höchstes Gänsehautniveu!

                Kommentar


                  #9
                  Kirchenbeschallung

                  Zitat von Roland Beitrag anzeigen
                  Ich hab bei meiner Hochzeit die Kirche mit der 'alten' P10 am Accuphase E-211 beschallt - und sonst nix. Das war höchstes Gänsehautniveu!
                  @ Roland

                  ...ja,...genau, das ist es...die Kirchen sollten mit Piega's beschallt und die Wandler mit Accuphase betrieben werden.
                  Das sollte/müßte mal einer dem Kurt erzählen.

                  Und...die 16Hz Pfeifen gehören ohnehin lahmgelegt. Bei der nächsten Hochzeit nehm ich einen Seitenschneider mit in die Kirche.

                  Spaß bei Seite...
                  es soll ja auch audiophile Kirchen geben. Jedenfalls klingen einige meiner DIVOX Antiqua CD's, aufgenommen in norditalienischen Kirchen fantastisch.
                  Z.B.: A. Vivaldi's 'Concerti per la Solennita' aufgenommen in einer Kirche in Treviso, der Geburtsstadt der 'Sonatori de la Gioiosa Marca, meiner barocken 'Lieblingsband'

                  Manfred

                  Kommentar


                    #10
                    Oder hier in der Basilika.

                    Ziemlich „gewöhnungsbedürftige Kirche“. In Glaskästen liegen die Gebeine hoher Kirchenfürsten, aber geniale Akustik. Wird auch viel für Musikveranstaltungen genutzt. Wer mal in der Nähe ist, hingehen. Lohnt sich wirklich.


                    Norbert,
                    der NUR den eigenen Ohren vertraut

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von nk Beitrag anzeigen
                      Als ich auf einer Mopedtour durch Bayern war, schlurfte ich mal in einer der vielen Kirchen. Beim Betreten der Kirche stand der Pfarrer vorne am Altar und begrüßte usn freundlich. Ohne Mikro, ohne Verstärker, ohne LS. Entfernung ca. 30 Meter. Leicht diffus (der Klang), aber verständlich.
                      genau so stelle ich mir das vor... also sind mikro, verstärker und brüllwürfel nicht zwingend nötig...

                      dachte ich mir doch !
                      werde mit aktiven Piega C8 Ltd und einem "P Sub 1 Mk2" verwöhnt...

                      Kommentar


                        #12
                        Ich gehe davon aus, dass viele Faktoren eine Rolle spielen. Natürlich die Akustik in der Kirche. Aber auch, ob der Pfarrer leise und schnell sprechend vor sich hinnuschelt oder ob er kräftig, relativ langsam und deutlich spricht. Das langsam wird ganz wichtig sein, damit durch Hallanteile nicht zu viel "verwischt" wird.

                        Hier noch ein paar Infos






                        Oder einfach mit dem Begriff "Kirchenakustik" googeln
                        Norbert,
                        der NUR den eigenen Ohren vertraut

                        Kommentar

                        Lädt...
                        X