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wer hört analog (Platte)?

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    wer hört analog (Platte)?

    Hallo zusammen,

    Musiklieber sind wir ja alle, daher ja auch Piega ;-)
    Nun bin ich bislang eigentlich hundertprozentiger Anhänger der Silberscheiben (CD + DVD) und wurde nun auf die gute alte Platte gestoßen.

    Wer von Euch hört den Musik mit Plattenspieler, warum, mit welchem Gerät und wie sind Eure Erfahrungen bzgl. Erhältlichkeit neuerer Titel?

    (ja, ich brauche immer ein Projekt ;-) )

    Ciao, Harald

    #2
    Seit einem Jahr, gleichzeitig mit dem Kauf meiner Piega, habe ich wieder einen Plattenspieler. Habe auch vor Begeisterung Vinyl Originalpressungen aus den 50er Jahren ersteigert. Miles Davis. Auf den Labels Blue Note und Columbia.

    Der Plattenspieler ist der Rega P5.

    Klar, es ist alles etwas umständlich mit dem Handling. Ich muss aber gestehen, ich erfreue mich ganz einfach auch an den Plattenhüllen.;-)

    Grüsse
    Hans Fehr

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      #3
      Tja,

      ich habe mich 1984 von allen meinen Schallplatten, als auch von meinem " dicken Thorens" getrennt.

      Ich glaube, so etwas nennt man "early Adopter " ;-)

      Bereut habe ich es eigentlich nicht. War mir schon damals zu viel Gedengel.

      Schlechte, als auch extrem gute Aufnahmen gab es auf Vinyl. Schlechte und extrem gute Aufnahmen gibt es auf CD.

      Viele Grüße
      Equipment : 7X C3 LTD , Sub: 2 x Velodyne DD 12 ,Onkyo TX-NR 5000E, , DVD : Onkyo DV-SP 1000, Screen : Pioneer PDP 505 XDE,Beamer Mitsubishi HC 5000

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        #4
        Ich hatte ja schon mal an anderer Stelle geschrieben, dass es mein größter HiFi-Fehler war, mich von den LP zu trennen.

        Immer wieder schleiche ich bei meinem Kumpel um irgendwelche Analog-Laufwerke rum. Einfach nur schön. Aber ohne Platten????? Neu anfangen???

        Mittlerweile gibt's fast alle neuen Platten auch als Vinyl und ohne Copy-Protect. Eins kannste mir glauben, hätte ich damals nicht meine Schätze verscherbelt, würde heute ein Acoustic Solid im Wohnzimmer stehen.

        Hans hat recht, so ein für "ältere Menschen" LESBARES Cover ist auch schön

        Und im perfekt funktionierenden Digitalzeitalter hat doch das Einstellen des Skating, des Überhang, der Tonarmhöhe, der elektrischen Anpassung und der Umgang mit dem Carbonbürstchen irgendwas erhabenes ja sogar genießerisches.
        Norbert,
        der NUR den eigenen Ohren vertraut

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          #5
          Hallo zusammen

          Ich höre manchmal, vielleicht einmal im Monat, mal wieder auf der Anlage von meinem Vater. Der hat noch eine Anlage als man noch nicht einmal von einer CD glaubte. Anlage ist wen ich mich richtig erinnere knapp 40 Jahre alt. Als LP steht da noch ein Gerät von Garrand aber keine Ahnung welches. Was sicher bemerkenswert ist, ist das nur die Basslautsprecher der Anlage in den 40 Jahren ausgewechslet werden mussten. Und auch heute noch finde ich den Klang der Röhren besser als der meiner Transianlage.

          LP vs. CD ich persönlich will nicht sagen das das eine oder das andere Besser ist. Jedes hat seine stärken aber es wäre gut wen beide weiter so auf dem Markt vorkommen würden.

          gruss kesi
          Es geht nicht darum zu sehen, was jeder sieht, sondern bei dem, was jeder sieht, zu denken, was noch keiner gedacht hat!!!

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            #6
            einerseits ist das Hören einer Platte mit den ganzen Vorbereitungen schon ein sinnlicher Akt, andererseits muss ich für mich die Frage klären ob mir das nicht schon wieder zu umständlich ist...

            Ciao, Harald

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              #7
              @nürnberger

              Klar, hast völlig recht. Es kommt ja auch noch hinzu, was mache ich mit meiner LP unterwegs oder im Auto????

              Also klemme ich irgendwie wieder ein digitales Medium (PC, MP3-Player oder sonstwas) an den Verstärker und kopiere mir dann die LP über den Analogweg.

              Kann man sich dann nicht gleich die CD holen?

              Praktisch ist das "Analogzeugs" nicht, aber schöööön. Ehrlich Leute, was sind einfach geiler aus. Eine Blechkiste mit musizierenden Chips oder die alte Technics-Bandmaschine mit 38cm/sek und den senkrecht stehenden Tonköpfen?
              Norbert,
              der NUR den eigenen Ohren vertraut

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                #8
                Ich kann mich noch sehr gut an die Analgozeit erinnern ;-)

                - Der Angstschweiß, dass niemand an meine Platten geht...
                - Kratzer und Fingerabdrücke
                - nach ca. 30 Minuten muste man die Scheibe umdrehen, egal wie sehr man gerade am "Baggern" war.........;-)
                - Überspielarien auf MC für`s Auto in "Echtzeit" !!!!
                - Lagerung möglichst weit weg von Wärmequellen und...und....und

                Vermissen tue ich die stellenweise wunderschönen Cover ! Das waren manchmal Kunstwerke !!!! ( Kennt noch jemand die tollen Cover von "YES" ??? )

                Meiner Meinung nach hatte man rein gefühlsmäßig einen besseren Zugang zu Schallplatten.
                Man konnte rein technisch nachvollziehen, was geschieht und welchen Auswirkungen Erschütterungen, Static, Phonovorverstärker etc, haben.

                Im Bereich CD gibt es IMHO auch solche kleinen Auswirkungen, doch das meiste ist in den Bereich Voodoo und Psychoakustik zu verweisen.


                Viele Grüße

                Servo
                Zuletzt geändert von servo; 19.05.2006, 07:42.
                Equipment : 7X C3 LTD , Sub: 2 x Velodyne DD 12 ,Onkyo TX-NR 5000E, , DVD : Onkyo DV-SP 1000, Screen : Pioneer PDP 505 XDE,Beamer Mitsubishi HC 5000

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                  #9
                  Ich hab` auch noch einen Analogen......

                  Nicht, weil`s besser klingen soll, Gott bewahre! Einfach weil ich noch sehr viel gute alte Musik auf Platten hab, die niemals digital erhältlich sein werden.

                  Grüsse
                  Kurt

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                    #10
                    Ganz wichtiges Theam was Kurt da angesprochen hat. Nicht der kaum/nicht vorhandene Klangunterschied sondern die Verfügbarkeit der Titel.

                    Ich habe erst vor kurzem "The Temptations - Masterpiece" als CD bei ebay ersteigert. Manchmal kann man kotz.. Zwar gibt's dann irgendwelche "Best off" und dann sind Titel wie "Masterpiece" oder "Papa Was a Rolling Stone" auf 4 Minuten gestutzt. Als wenn jemand den "fliegenden Holländer" auf 10 Minuten kürzen würde.

                    Mein Nachbar hat vor kurzem entsetzt geguckt, als ich mit kleiner regelbarer Trennhexe, Polierfließ und Polierpaste eine alte CD wieder hinbekam. Gebraucht gekauft, viele kleine Kratzer (nicht tief). Nach der Rustikalbehandlung praktisch neuwertig. Das geht allerdings mit Vinyl nicht :p
                    Norbert,
                    der NUR den eigenen Ohren vertraut

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                      #11
                      Hier hinter mir sind zwar noch zwei so Vinyl Scheiben, doch mehr weil ich Sie bisher nicht in einen Sack gepackt habe, als das ich dir noch hören würde.

                      Platten hatte ich nie viel, dafür Kassetten in rauhen Mengen. Doch die sind beim Umzug nicht mitgekommen, so das ich mich auch letzte Woche von meinem Tapedeck zugunsten einer Endstufe getrennt habe (beides hatte eines keinen Platz).

                      Das mit der CD polieren hab ich auch schon gemacht :roll: , klappt super bei zarten Kratzern.

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                        #12
                        Hallo zusammen

                        Wenn meine Verstärkerodyssee abgeschlossen ist, werde ich mich dem Thema Langspielplatten widmen. Zum Glücke haben Dutzende von ihnen die periodischen Räumaktionen überlebt.

                        Habe letzthin einen Abend mit einem Freund und vielen guten Aufnahmen aus den 50ern und 60ern verbracht. Unglaublich, wie gut und livehaftig die Aufnahmen damals schon waren, den unabdingbaren Limitierungen der Technik zum Trotz. Da kann sich manches komprimierte Silberscheibchen von heute hinter dem Ofen verkriechen.

                        Auch ich habe meine Erfahrungen mit Neuauflagen auf CD's. Janis Joplin als Kreissäge. Die Masterpiece habe ich noch auf Vinyl, jedoch keine Ahnung mehr, wie gut die LP ist.

                        LG, Rolf

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                          #13
                          Hallo Rolf,

                          Masterpiece von den Temptations?

                          Technisch war die Platte durchschnittlich, eben Mainstream aus dem Hause Tamla Motown. Musikalisch war die Platte umstritten. Man muss wissen, dass die Temps vorher "Papa Was A Rolling Stone" einspielten (1972). Schon dabei gab es noch kurz vor der Aufnahme im Hitsville-Keller sehr heftige Auseinandersetzungen zwischen den Temps und ihrem Produzenten Norman Whitfiled über den Stil. Die Temps waren der Meinung, dass dies nicht mehr "ihre" Musik ist. Was aus der Aufnahme wurde, weiß jeder Fan der Black Music. Wahrscheinlich DER Meilenstein, nicht nur für Tamla Motown.

                          Danach kam das Album "Masterpiece" (1973) mit dem gleichnamigen Titelsong und dem Dancefloor-Überflieger "Law Of The Land". Allerdings nannten es viele auch das "Norman-Whitfiled-Album mit den Temps als Chor". Man muss sich nur die Rückseite des Covers ansehen, Norman Whitfield in Übergröße, in seinem Kopf die "kleinen" Temptations. In der Tat erinnert nicht mehr viel an die Temptations, sieht man von der bis heute unerreichten Gesangstechnik ab. Danach ebbte es ein wenig mit den Temps ab, auch wegen interner Streitereien. Norman Whitfiled "entdeckte" dann die Gruppe "The Undisputed Truth". Viele Spötter meinten dazu, dass er endlich eine Gruppe hatte, die er nach seinen Wünschen und Forderungen biegen konnte.

                          Das endgültige "Aus" für die Temptations war dann gekommen, als der Mitbegründer, ruhende Pol und Bass Melvin Franklin, an einer Überdosis Schmerzmittel starb, er hatte schweres Rheuma. Otis Williams, Mitbegründer der Temps, konnte immer wieder eine Truppe unter dem alten Namen zusammenstellen, aber mit den "alten" Temptations hatte das nur noch wenig zu tun.

                          Einen Erfolg wie mit "Papa Was A Rolling Stone" und "Masterpiece" hatten die Temps danach nie wieder. Der Song "Papa...." ist extrem selten in der langen Fassung (11:45) zu erhalten, selbst auf Motown-Samplern ist er gekürzt. Er erschien auf der CD Temptations - All Directions. Vor kurzem habe ich eine "Party-CD" gesehen, auf der die lange Version war.

                          Der Titelsong "Masterpiece" ist auf Samplern so gut wie überhaupt nicht zu bekommen. Gelegentlich findet man beide CD bei ebay. Häufiger gibt es Vinyls. Aber Vorsicht, die Platten haben oftmals eine bewegte Partyvergangenheit hinter sich, die bleibende Schäden hinterließ.
                          Norbert,
                          der NUR den eigenen Ohren vertraut

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