Schon immer und in jedem Forum oder bei Händlergesprächen gibt's die Diskussion "Verstärkerklang - ja oder nein?"
Im Kern sollte ein Verstärker nicht klingen. Wie der Name schon sagt, heißt er "Verstärker" und nicht "Klinger". Seine wichtigste Aufgabe ist es, den relativ kleinen Strom der Quellgeräte zu verstärken, um den Lautsprecher anzutreiben. Macht er dies fehlerfrei, "klingt" er nicht. Eigentlich ist das ganz einfach.
Das Problem ist aber, das bei dieser doch recht simplen Aufgabenstellung viele Hürden zu nehmen sind. Das fängt schon mal bei der Stromversorgung, dem Netzteil, an. Das Netzteil muss in der Lage sein, bei kurzen und heftigen Spitzen (z. B. bei Percussion-Wiedergabe) immer "genügend" Strom stabil zur Verfügung zu stellen. Weiterhin ist wichtig, ob die Leistungsspitzen nur für eine ms zur Verfügung steht oder durchaus auch "längerfristig". Bricht nämlich die Stromversorgung bei einer etwas längeren Leistungsanforderung (z. B. längerer Orgelton) ein, entstehen Verzerrungen nur durch die "Stromunterversorgung".
Als nächstes haben die einzelnen Bauteile "verschlechternde Eigenschaften". Selbst ein einzelner Widerstand hat durch sein Eigenrauschen eine Signalveränderung zur Folge. Kondensatoren, Transistoren, Dioden, Relais... jedes einzelne Teil hat einen "Eigenklang". Natürlich darf an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass nicht alles, was gemessen werden kann, auch wirklich hörbar ist. Die Messtechnik reicht soweit, dass minimalste Abweichung in der 8. Nachkommastelle (oder noch genauer) nachgewiesen werden können, aber unsere menschliche Sensorik kann das nicht mehr erfassen.
Und dann prallen natürlich die Verstärkerkonzepte aufeinander. ClassD, ClassA, ClassA/B und was es sonst so alles gibt. Innerhalb der Konzepte dann wieder MOSFET-Transistoren, relaisfrei, Überwachungsschaltungen....
Dann können Verstärker durchaus auch ein Sounding besitzen, was in erster Linie über die Art und Weise künstlich hinzugefügter Verzerrungen erfolgt.
Im Zuge immer höher getakteter DAC spielen vor allem bei Kombigeräten mittlerweile auch Hochfrequenzbeeinflussungen eine immer größere Rolle.
Und als Krönung dann noch eine Lautstärkeregelung.
Jetzt muss das alles auch noch funktionieren, wenn ein LS angeschlossen wird. Denn dieser Lautsprecher hat auch eine Rückwirkung auf den Verstärker. Frequenzweiche, die Rückwirkung der Tieftöner (Gegen-EMK) und das elektrische Verhalten der Hochtöner wirken sich mehr oder weniger stark auch auf den Amp aus.
In dem Zusammenhang kommen dann wieder die Begriffe Dämpfungsfaktor, breitbandig und Schwingneigung im Verstärker zum Zuge.
Techniker könnten jetzt noch seitenlang nur über die Einflüsse des Netzteils schreiben und Doktorarbeiten über die Auswirkung von Halbleitern verfassen.
Fakt ist aber, dass ein Verstärker eigentlich NICHT "klingen" sollte, denn die Aufgabenstellung ist klar. Vergleicht man Verstärker bei identischem Pegel - das ist unbedingte Voraussetzung!!! - sind bei sauber konstruierten Amps die Unterschiede vor allem im unteren Leistungsbereich in der Tat sehr gering bis nicht vorhanden.
Treten klangliche Unterschiede hervor, ist Ursachenforschung angesagt. Verstärker, die auf Lautsprecherkabel sensibel reagieren, könnten auch ein Schwingproblem haben. Gleiches gilt, wenn LS mit Folien (im weitesten Sinne) Verstärkerunterschiede provozieren. Denn Folien weisen meistens ein anderes Impedanzverhalten als Tauchspulen-Systeme auf. Auch das könnte (muss nicht) ein Indiz auf ein nicht ganz zu Ende gedachtes Verstärker-Konzept sein.
Selbstverständlich geben dann die Verstärker-Hersteller dem LS-Hersteller die Schuld. Dann bleibt natürlich die Frage offen, warum es andere Amps problemlos packen. Wir erinnern uns an die Hochpassfilterung im Bass bei der C40.....
Vielleicht sollte also die - sicherlich provokante - Frage eher heißen: "Verstärkerfehler - ja oder nein?"
Die Diskussion ist eröffnet
Im Kern sollte ein Verstärker nicht klingen. Wie der Name schon sagt, heißt er "Verstärker" und nicht "Klinger". Seine wichtigste Aufgabe ist es, den relativ kleinen Strom der Quellgeräte zu verstärken, um den Lautsprecher anzutreiben. Macht er dies fehlerfrei, "klingt" er nicht. Eigentlich ist das ganz einfach.
Das Problem ist aber, das bei dieser doch recht simplen Aufgabenstellung viele Hürden zu nehmen sind. Das fängt schon mal bei der Stromversorgung, dem Netzteil, an. Das Netzteil muss in der Lage sein, bei kurzen und heftigen Spitzen (z. B. bei Percussion-Wiedergabe) immer "genügend" Strom stabil zur Verfügung zu stellen. Weiterhin ist wichtig, ob die Leistungsspitzen nur für eine ms zur Verfügung steht oder durchaus auch "längerfristig". Bricht nämlich die Stromversorgung bei einer etwas längeren Leistungsanforderung (z. B. längerer Orgelton) ein, entstehen Verzerrungen nur durch die "Stromunterversorgung".
Als nächstes haben die einzelnen Bauteile "verschlechternde Eigenschaften". Selbst ein einzelner Widerstand hat durch sein Eigenrauschen eine Signalveränderung zur Folge. Kondensatoren, Transistoren, Dioden, Relais... jedes einzelne Teil hat einen "Eigenklang". Natürlich darf an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass nicht alles, was gemessen werden kann, auch wirklich hörbar ist. Die Messtechnik reicht soweit, dass minimalste Abweichung in der 8. Nachkommastelle (oder noch genauer) nachgewiesen werden können, aber unsere menschliche Sensorik kann das nicht mehr erfassen.
Und dann prallen natürlich die Verstärkerkonzepte aufeinander. ClassD, ClassA, ClassA/B und was es sonst so alles gibt. Innerhalb der Konzepte dann wieder MOSFET-Transistoren, relaisfrei, Überwachungsschaltungen....
Dann können Verstärker durchaus auch ein Sounding besitzen, was in erster Linie über die Art und Weise künstlich hinzugefügter Verzerrungen erfolgt.
Im Zuge immer höher getakteter DAC spielen vor allem bei Kombigeräten mittlerweile auch Hochfrequenzbeeinflussungen eine immer größere Rolle.
Und als Krönung dann noch eine Lautstärkeregelung.
Jetzt muss das alles auch noch funktionieren, wenn ein LS angeschlossen wird. Denn dieser Lautsprecher hat auch eine Rückwirkung auf den Verstärker. Frequenzweiche, die Rückwirkung der Tieftöner (Gegen-EMK) und das elektrische Verhalten der Hochtöner wirken sich mehr oder weniger stark auch auf den Amp aus.
In dem Zusammenhang kommen dann wieder die Begriffe Dämpfungsfaktor, breitbandig und Schwingneigung im Verstärker zum Zuge.
Techniker könnten jetzt noch seitenlang nur über die Einflüsse des Netzteils schreiben und Doktorarbeiten über die Auswirkung von Halbleitern verfassen.
Fakt ist aber, dass ein Verstärker eigentlich NICHT "klingen" sollte, denn die Aufgabenstellung ist klar. Vergleicht man Verstärker bei identischem Pegel - das ist unbedingte Voraussetzung!!! - sind bei sauber konstruierten Amps die Unterschiede vor allem im unteren Leistungsbereich in der Tat sehr gering bis nicht vorhanden.
Treten klangliche Unterschiede hervor, ist Ursachenforschung angesagt. Verstärker, die auf Lautsprecherkabel sensibel reagieren, könnten auch ein Schwingproblem haben. Gleiches gilt, wenn LS mit Folien (im weitesten Sinne) Verstärkerunterschiede provozieren. Denn Folien weisen meistens ein anderes Impedanzverhalten als Tauchspulen-Systeme auf. Auch das könnte (muss nicht) ein Indiz auf ein nicht ganz zu Ende gedachtes Verstärker-Konzept sein.
Selbstverständlich geben dann die Verstärker-Hersteller dem LS-Hersteller die Schuld. Dann bleibt natürlich die Frage offen, warum es andere Amps problemlos packen. Wir erinnern uns an die Hochpassfilterung im Bass bei der C40.....
Vielleicht sollte also die - sicherlich provokante - Frage eher heißen: "Verstärkerfehler - ja oder nein?"
Die Diskussion ist eröffnet

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