was gibt es gegen Präzision einzuwenden?
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Hallo hüstel,
im Kern stelle ich mir natürlich die Frage auch.
Meine Beobachtungen gehen in die Richtung, dass viele HighEnder mit "gnadenloser Präzision" ihre Probleme haben.
Ich weiß nicht, warum das so ist. Vielleicht weil über solche Ketten die Lieblingsmusik oftmals schlagartig "nicht anhörbar" ist? Keine Ahnung.
Vielleicht ist mittlerweile ist die gesamte HiFi-Technik auf solch einem hohen Niveau, dass das (Nicht)Können der Musikschaffenden einfach nur bestraft wird.
Es gibt ja aus den späten 50ern Aufnahmen, die technisch sicherlich nicht perfekt sind, nicht perfekt sein können. Trotzdem faszinieren sie immer noch, auch auf hochpräzisen Anlagen. Warum?
In der "Professional Audio" ist in der aktuellen Ausgabe ein Artikel über die Arbeitsweise des Gehörs. Einleitend wird geschrieben, dass alles rund ums Hören eine Grenzwissenschaft um knallharte Physik und kaum erklärbarer Psychologie ist.
Von daher wird's in unserem Hobby auch immer unterschiedliche Empfindungen geben.Norbert,
der NUR den eigenen Ohren vertraut
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Die Frage an Meister wäre, was er hier unter Präzision versteht. Jeder, der mit dem Coax hört, hat sicher kein Problem mit Präzision im Sinne von präziser Abbildung, Detailgenauigkeit, ... . Der große Coax ist ein sehr präzises Instrument. Evtl. ist ja ein tendenziell dünnes, höhenbetontes, .. Klangbild gemeint.
Gruß, Michael
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Ja, Leute, als ich von der übermäßigen Präzision geschrieben habe, dachte ich mir schon, daß solche Rückfragen kommen werden. Ihr habt ja recht, wenn man mit dem großen Coax hört (und in meinem Fall mit Elektronik von Audionet), hat man bestimmt nichts gegen Präzision. Nur - ich habe leider keinen besseren Ausdruck gefunden für das, was mir an dieser durchaus hochpreisigen Anlage nicht gefallen hat. Vielleicht trifft es das mit dem "Angesprungenwerden" besser; es erinnerte mich an eine Hörsitzung vor mehreren Jahren, als die Thiel CS 3.7 neu auf den Markt kam. Sie wurde mit Elektronik von Ayre vorgeführt, und bei den Hörern entstand eine gereizte, aggressive Stimmung, was ich so keine zweites Mal erlebt habe. Und das hatte m.E. auch mit einem "Angesprungenwerden" zu tun.
Deshalb wäre ich ja neugierig, wenn jemand die neue T+A mal an Piega zu hören kriegt, ob sich da auch so ein Effekt einstellt - oder eben nicht. Falls nicht, liegt das Problem bei den LS von T+A und nicht an deren Elektronik.
Karl
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Das kenn' ich.
Ich zeigte mal einem Bekannten vor vielen Jahren meine alte Kombi C40/Subwoofer. Der Coax war zu dem Zeitpunkt eher den Insidern ein Begriff. Der Bekannte hörte zu dem Zeitpunkt mit einem dänischen Produkt.
Bei der ersten Hörsitzung erschrak er förmlich. Es war diese Direktheit, dieses "Anspringen" was ihn völlig iritierte. Kurz, die Hörsitzung gefiel ihm nicht, bzw. er war total verunsichert.
Nach der zweiten Hörsitzung einige Tage später wich die Skepsis in Begeisterung und jetzt hieß es, das es unglaublich ist, was seine bisherigen LS bisher an Details unterschlugen.
Heute hört er über den Coax.Norbert,
der NUR den eigenen Ohren vertraut
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Hallo,
Ich bin noch einen kurzen Bericht schuldig. Ich habe die Valvet an meinen Coax 10 gehört. Der Klang: Sehr ausgewogen, der Bass präzise und nicht aufdringlich. An meinem Vorverstärker etwas wenig Emotion und Schmelz. Für den Preis aber einen Versuch immer wert. Zurückgegeben habe ich die beiden Endstufen aber vor allem, weil sie unter meiner Klappe zu warm wurden.
Ausprobiert habe ich danach eine weitere Empfehlung aus diesem Forum: Marantz SM 11S1. Fazit in einem Satz: Es stört nichts. Und das trotz eines ausgewogenen und räumlichen Gesamtklanges. Hier hat einer geschrieben, der Marantz versuche mit seiner Abstimmung die Ausgeglichenheit und Unangestrengtheit in den Mitten und Höhen zu erreichen, die bereits die Coax bewirken. Und das sei zu viel des Guten. Ich glaube, das stimmt genau. Es klingt, als ob ein dicker Vorhang vor den Lautsprechern hängt. Zum Teil etwas matt und nicht sehr präzise. Trotz Wärme und viel Schmelz mit wenig Emotion und gerade bei flotter Musik etwas langweilig. Kurz: Audionet AMP I V2 ist bestellt.
Holger
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Hallo Holger,
ich hoffe Du hast wenigstens den Pegel abgeglichen und Dir etwas Mühe beim Vergleich gegeben.
Die von Dir geschilderten Unterschiede, gerade der berühmt berüchtigte Vorhang, sind bzw. waren von mir bisher in keinem einzigen Verstärkervergleich nachvollziehbar und davon hat es eine Menge gegeben. Die Unterschiede an der Stelle sind eher fein und ich möchte das hier doch etwas relativieren, da ich Deine Aussage für eine Spur zu enthusiastisch halte.
Unabhängig davon ist der Audionet ein tolles Gerät und Du wirst bestimmt viel Freude damit haben.Viele Grüße,
Sven
Ein Leben ohne Piega und Accuphase ist möglich aber sinnlos. (Frei nach Loriot)
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Was heißt Pegel abgeglichen? Ich habe die Marantz ( und nur die) eine Woche an meiner Anlage gehört mit unterschiedlicher Muik, zu nunterschiedlichen Tageszeiten, Stimmungen und mit wechselnder Lautstärke. Der unterschiedliche Charakter zu den vorher längere Zeit gehörten Audionet war aber eindeutig, mal mehr mal weniger, je nach der Musik.
Holger
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Na dann. Vorhänge, Welten, matt, langweilig...
Habe ich auch schon gehabt, bei derselben Anlage, an unterschiedlichen Tagen. Im abgeglichenen AB-Vergleich - nichts nennenswertes zu Hören.
Ich bin bei diesen Beurteilungen inzwischen extrem vorsichtig geworden. Ich kenne genau diese Aussagen und wenn die gleichen Hörer bei mir oder beim Händler die Geräte unterschieden sollen, klappt es nicht, trotz schwerster Vorhänge.
Daher habe ich ja auch nur festgestellt, dass ich so eine krasse Beurteilung aus meiner Erfahrung nicht nachvollziehen kann. Aber Hören ist eben subjektiv und die Physik ist nicht das einzige was dabei eine Rolle spielt.Viele Grüße,
Sven
Ein Leben ohne Piega und Accuphase ist möglich aber sinnlos. (Frei nach Loriot)
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