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    Hilfe, es dröhnt!!!!

    Hallo zusammen,
    Ich bin nun seit 1,5 Jahren Besitzer der Koax 70. Meine Elektronik ist eine komplette Kette von Naim (HDX,ndac,555PS,Supernait und Hicap).
    Alles hat für mich ganz hervorragend geklungen, aber seit ca.2 Monaten habe ich bei einer bestimmten Frequenz ein richtiges Dröhnen am Hörplatz. Das komische ist, dass sich im Wohnraum nichts geändert hat, auch an der Elektronik oder der Aufstellung der Piegas nicht. Die Lautsprecher stehen leider in den Ecken des Raumes, das ist nicht anders möglich. Dort standen sie aber auch von Anfang an.
    Abstand zur Rückwand 80 cm und zur Seitenwand nur 38 cm. Ich weiß, dass das sicher nicht optimal ist.
    Gestern war nun ein guter Bekannter bei mir, der aus der Hifi-Branche kommt, und mittlerweile selbstständig ist,bei mir, um die Problematik zu hören. Wir haben vor dem Kauf die Piegas gemeinsam bei mir zu Hause probegehört.
    Er hörte natürlich auch das Dröhnen bei der Frequenz. Er meint es handelt sich um eine Frequenz im Bereich zwischen Mittel-und Tiefton. Er hatte kein Messgerät dabei. Wir haben dann die Stellung der Lautsprecher verändert. Alles mit geringem Erfolg. Dann haben wir die Öffnungen der Piegas verschlossen mit Socken Das hat natürlich relativ deutlich das Dröhnen genommen, aber er hat mir gleich gesagt, dass das nicht die Lösung sein kann. Den Raum umbauen oder viele Absorber anbringen wird mit meiner Frau schwer zu machen sein.
    Hörposition nach vorne schieben nimmt auch das Dröhnen weg, macht das Klangbild aber insgesamt schlechter. Nimmt den Piegas die tolle Auflösung.
    Ich sitze im Verhältnis 1:1,3. weiter weg kann ich nicht, und wie gesagt näher ran klingt schlechter.
    In meiner Verzweiflung habe ich von dem Audiovolver 2 gelesen. Dieses Gerät soll geradezu Wunderdinge in solchen Situationen bewirken. Es handelt sich dabei wohl um digitale Raumkorrektur. Hat vielleicht jemand Erfahrung mit so etwas gemacht? Eine Probeinstallation zu Hause kostet 250.-€ plus Fahrtkosten. Das wäre es mir auf jeden Fall wert, selbst um es nur auszuprobieren, aber vielleicht gibt es ja von Euch noch andere Rückmeldungen.
    Ich hoffe jemand kann etwas helfen.

    Danke im voraus
    Markus

    #2
    Das mit dem Dröhnen ist natürlich weniger schön.

    Wenn das Dröhnen zuvor nicht da war und du weder an der Einrichtng noch am Hörplatz Veränderungen vorgenommen hast, hört sich das für mich schwer nach einem Defekt an. Vielleicht haben sich auch nur die Schrauben von einem Bass-Chassis gelockert?

    Bevor du jetzt aber vorschnell ein Heidengeld in den Audiovolver steckst würde ich dir eher das Antimode 2.0 ans Herz legen.

    Das kostet nur rund 875EURO, hat einen ähnlichen Funktionsumfang und du kannst es bei Nichtgefallen innerhalb von 14Tagen zurücksenden.

    Falls also tatsächlich kein Defekt vorliegt, würdest du mit dem Antimode etwas günstiger aus der Nummer rauskommen.

    Gruß
    Patrick
    Zuletzt geändert von maut; 26.03.2013, 18:15.

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      #3
      Vielen Dank für die Antwort. Also einen Defekt kann ich glaube ich ausschließen.
      Auch wenn die Situation natürlich schon komisch ist. Beim Antimode gibt es laut Hersteller ein Problem ihn in die Naim Kette einzubinden. Hatte gerade ein Gespräch mit dem Geschäftsführer von audiodata. Er hat mir auch angeboten einen Probetermin auf einer Route einzubinden, um Fahrtkosten zu sparen. Diese würden aber bei Kauf des Audiovolver 2 voll abgezogen werden.
      Die Versuchung ist schon groß.

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        #4
        Wenn es ein Defekt am Lautsprecher wäre, dann müsste das Dröhnen ja weg zu bekommen sein, wenn man mal wechselseitig die Lautsprecher abklemmt. Aber dann hätte ja auch das Verschieben nach vorne nicht zwingend zu einer Besserung geführt. Nicht, dass da unbedacht doch etwas im Raum verändert wurde?!

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          #5
          Hmm, nix umgestellt, auch nicht an Möbeln? Denn Möbelstücke können auch auf die Akustik Einfluss nehmen. Auch nicht auszuschließen, dass der Effekt immer da war, aber auf Grund veränderter Hörgewohnheiten immer störender wird.

          Ein loser Tieftöner würde eher durch Vibrationen auffallen, kontrollieren kann aber einmal. Dabei seeehr vorsichtig vorgehen. Auf keinen Fall Werkzeug zum Wechseln eines Traktorrades benutzen, siehe auch hier.

          An einen Defekt glaube ich nicht, da ja bereits der "Sockenstopfen" Einfluss hatte. Vielleicht noch zusätzlich den LS etwas höher stellen (Holzklötzchen), was ja bekanntermaßen Einfluss auf die Strahlungsimpedanz hat. Es ist zumindest ein sehr billiger Versuch.

          Sollten Umstellen oder größere raumakustische Maßnahmen nicht in Frage kommen, wirst du um so einen "Verbieger" nicht vorbeikommen.

          Als Alternative auch mal über den Subwoofer-Einsatz nachdenken, der die Hauptlautsprecher abkoppelt (Hochpass). Das geht aber nur, wenn sich

          der Vollverstärker auftrennen lässt,
          eine Vor-End-Kombi eingesetzt wird oder
          der Amp über ein Bassmanagement verfügt.
          Norbert,
          der NUR den eigenen Ohren vertraut

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            #6
            Ich werde das mit den Holzklätzchen heute mal probieren. Ich werde dann gleich berichten, ob das etwas gebracht hat.
            Vielen Dank für die Tips!

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              #7
              Falls vorhanden kannst du auch passende Schloßschrauben in die Spike-Gewinde einsetzen, so wie hier

              Ob's klappt ist aber wirklich ein Glücksspiel
              Norbert,
              der NUR den eigenen Ohren vertraut

              Kommentar


                #8
                Zitat von khedira Beitrag anzeigen
                . Es handelt sich dabei wohl um digitale Raumkorrektur. Hat vielleicht jemand Erfahrung mit so etwas gemacht? Eine Probeinstallation zu Hause kostet 250.-€ plus Fahrtkosten. Das wäre es mir auf jeden Fall wert, selbst um es nur auszuprobieren, aber vielleicht gibt es ja von Euch noch andere Rückmeldungen.
                Ich hoffe jemand kann etwas helfen.

                Hallo Markus,

                mit der Coax 70 habe ich bei ähnlichen Wandabständen und nach einigen Korrekturen schließlich doch recht gute Ergebnisse erzielt.
                Ursprünglich hatte ich bei einigen Musikstücken Unsauberkeiten im Bassbereich festgestellt. Es hörte sich nach einer Anregung des Raumes oder von Möbelstücken (nahe stehender Schrank) an.

                Nach einigen Messungen an verschiedenen Stellen im Raum war eine der möglichen Ursachen schnell erkannt. Die akustischen Bedingungen in einer Zimmerecke führte zu einer Nachschwingung, welche rein rechnerisch mit den Frequenzen der Raummoden allerdings nicht korrelierte.

                Ein auf diese Frequenz abgestimmter Helmholtzresonator, in der besagten Zimmerecke aufgestellt, hat diese Nachschwingungen dann bedämpft.

                Eine zusätzliche, sehr sanfte Korrektur über den gesamten Frequenzbereich hinweg, erledigt dann auch noch Lyngdorfs „RoomPerfect“ Modul.

                Die klanglichen Qualitäten der 90.2 profitieren von diesen Maßnahmen jetzt natürlich ebenfalls.

                Nach meinen Erfahrungen mit raumakustischen Maßnahmen sollte zuerst immer an eine „bauliche“ Veränderung (z.B.: Absorber, Resonatoren etc.) gedacht werden und wenn dann noch notwendig, an elektronische Hilfsmittel. Ausschließlich klassische EQ’s würde ich nur im Notfall anwenden.
                Helmholtzresonatoren lassen sich z.B. sehr WAF-freundlich in allen Formen und Farben realisieren.

                Wunderdinge kann man von elektronischen/digitalen Raumkorrekturen nicht erwarten. Einige sind sehr teuer und auch noch sehr komplex in der Einmess/Korrekturphase.

                Als nächsten Schritt würde ich einfach mal die Dröhnfrequenz(en) bestimmen.

                Manfred
                Zuletzt geändert von manfbenz; 27.03.2013, 17:58.

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                  #9
                  Vielen Dank für die ganzen Tips. Das Mit den Holzklötzchen habe ich heute ausprobiert, allerdings ohne Erfolg. Die Sache mit den Ecken hinter den Piegas ist sicherlich eine der Hauptgründe für die schlechte Akustik. Man braucht ja nur mal in der Ecke sprechen oder klatschen und hört den Hall. Jetzt habe ich ehrlich gesagt mal auf gut Glück 2 Absorber für die Ecken hinter den Lautsprechern bestellt. Ich habe die Möglichkeit sie wieder zurückzugeben. Ist natürlich ein Schuss ins Blaue, aber wenigstens ohne jedes Risiko. Meine Frau hat sogar den Bestellvorgang genehmigt .
                  Nach wie vor ist die Stimmwiedergabe der Piegas unglaublich gut, und bei gewisser Musik (vorwiegend mit spärlicher Instrumentierung) gibt es keinerlei Probleme.Lediglich bei dieser speziellen Frequenz stört das Dröhnen eben sehr stark. Und das Verschließen mit den Socken nimmt natürlich auch in anderen Bereichen etwas weg.
                  Werde berichten, ob die Absorber etwas gebracht haben

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                    #10
                    Korrektur mit Audiovolver

                    Hallo Markus,

                    ich kenne das Problem mit dem Bassgedröhne bei den Coax 70, allerdings hat sich das gleich nach ca. 80 h Einspielzeit eingestellt.
                    Was geholfen hat: die Bassreflexöffnung mit Schaumstoff stopfen, die Boxen auf Spikes stellen (dabei war wichtig, daß die Spikes nicht bis zum Anschlag eingeschraubt, die Kontermuttern hingegen fest angezogen werden); damit war das schlimmste Gedröhne weg. Die Sahnehaube war dann noch die Einrichtung eines Audiovolver, aber wie Du weißt, ist das eine sehr teure Sahnehaube.
                    Inzwischen höre ich mit den 90.2, auch die profitieren vom Audiovolver, er verbessert das Klangbild hinsichtlich Kontur und Räumlichkeit deutlich, evtl. bestehende Raummoden können weitgehend vermieden werden. Aber der Aufwand: wenn Du die LS wechselst oder auch nur ein Stück umstellst, mußt Du wieder neu einmessen lassen! Deshalb empfiehlt es sich wohl, zuerst die preiswerteren Tips der Kollegen im Forum auszuprobieren.
                    Gruß aus München
                    meister

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                      #11
                      Ich habe heute etwas Zeit gehabt, und in unserem Gartenschuppen ein paar überschüssige Terassenplatten gefunden. Nachdem ich schon ein paar mal gelesen habe, dass viele solche Steinplatten unter die Lautsprecher legen, habe ich es einfach mal versucht. Die Piegas stehen auf Parkett. Ich habe dann die Platte mal drunter gelegt. Das war eine ganz klare Verbesserung. Die bestimmte Frequenz ist definitiv besser. Es ist nicht hundertprozentig, aber ein klare Verbesserung. Jetzt werde ich wohl mal ein paar Steinplatten anfertigen lassen. Welches Material ist da am besten? Hat jemand Erfahrung damit. Soll ich die Piegas dann mit Spikes auf die Steinplatte stellen, oder kann ich die Antispikes von Audioplan behalten?Desweiteren habe ich für die Ecken hinter den Piegas mal Bassabsorber in frauenfreundlichem Design bestellt. Ich kann Sie zurückgeben, falls keine zufriedenstellende Wirkung eintritt. Ich hoffe, dass dann das Problem soweit gelöst ist, dass ich ohne größere Anschaffungen auskomme. Sollte alles nicht helfen wird wohl ein Probetermin mit dem Audiovolver folgen, weil das Musikhören mit Dröhnen einfach keinen Spaß macht :(

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                        #12
                        Zitat von khedira Beitrag anzeigen
                        Jetzt werde ich wohl mal ein paar Steinplatten anfertigen lassen.


                        Und Du bist nach wie vor ganz sicher, in dem Raum nichts verändert zu haben?
                        Irgendetwas stimmt doch da nicht, wenn vorher alles bestens war

                        An den Naims (aus Versehen) etwas verstellt?

                        Hast Du zwischenzeitig heraus, ob es weg ist, wenn Du einen der Piega ausschaltest?
                        Zuletzt geändert von Bananenkrümmer; 29.03.2013, 15:05.

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                          #13
                          Ich muss das mit dem Abklemmen noch ausprobieren. Ich bin auch völlig ratlos warum sich das Dröhnen ergeben hat. Am Raum wurde definitiv nichts verändert. Die Naim Komponenten stehen in einem Regal ( geht nicht anders, und war vorher auch nicht anders) auf speziellen Böden von der Firma creaktiv. Kann so etwas durch ein eingeklemmtes Kabel entstehen. Ich werde auch noch mal alle Komponenten entkabeln und dann wieder die Kabel neu verlegen. Aber eigentlich kann doch ein Dröhnen von so etwas nicht kommen, oder?
                          Werde es auf jeden Fall noch mal probieren.
                          Nochmals Danke für alle Rückmeldungen!!!

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                            #14
                            So, jetzt habe ich fast 2 Stunden alles ab- und wieder aufgebaut. Alle Kabel überprüft, und natürlich werden die Kabel im Regal zum Teil einfach auch gedrückt. Ich habe jetzt die Kabel mit so wenig Druck wie irgendmöglich neu verlegt.Anlage neu eingeschaltet, und der erste Höreindruck hat mich sehr positiv überrascht. Habe natürlich sofort alle Titel, die besonders kritisch waren gespielt und es hört sich deutlich besser an. Wieder straffer im Klangbild. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit kann ich natürlich noch nicht wirklich laut hören, aber es stimmt mich hoffnungsvoll.Ich werde gleich morgen früh, wenn der Rest der Familie wach ist einen Hördurchgang mit größerer Lautstärke starten. Ich bin schon sehr gespannt, ob sich der erste Eindruck bestätigt.
                            So, jetzt gehe ich aber auch mal ins Bett.;-)

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                              #15
                              Und du bist sicher, dass es ein "Gedröhne" (z. B. durch Raummoden) war/ist und kein "Gebrumme" (z. B. durch Masseschleife, Kontaktprobleme)?
                              Norbert,
                              der NUR den eigenen Ohren vertraut

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